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Vergleichende Analyse zweier technischer Lösungen zur Erweiterung von O-Band-Diensten auf bestehenden C-Band-DWDM-Systemen

April 03 , 2026
Angesichts der rasanten Entwicklung optischer Kommunikationsnetze und des explosionsartigen Anstiegs des Datenverkehrs stehen Betreiber und Unternehmen häufig vor dem Problem unzureichender Kapazität in bestehenden C-Band-DWDM-Systemen (1525–1565 nm). Einerseits sind die von den ursprünglichen C-Band-Diensten belegten Wellenlängenkanäle nahezu voll ausgelastet; andererseits besteht ein dringender Bedarf an neuen Diensten mit Datenraten von 100 Gbit/s und mehr, deren Erweiterung ohne den zusätzlichen Einsatz großer Mengen an Glasfaserressourcen und sogar ohne Unterbrechung bestehender Dienste erfolgen muss.
Das O-Band (1260–1360 nm), ein Wellenlängenbereich mit komplementären Eigenschaften zum C-Band, zeichnet sich durch geringe Übertragungsverluste, hervorragende Dispersionseigenschaften und die Möglichkeit der gemeinsamen Übertragung mit dem C-Band über dieselbe Faser aus. Dadurch entfällt der Bedarf an neuen Glasfaser-Backbone-Ressourcen, was die O-Band-Erweiterung bestehender C-Band-WDM-Systeme zur bevorzugten Wahl für eine kostengünstige und hocheffiziente Erweiterung macht. Dieser Artikel beschreibt die topologische Implementierung, die Schlüsseltechnologien und die Lösungsmerkmale der O-Band-Erweiterung bestehender C-Band-WDM-Systeme (mit und ohne unabhängige 1310-nm-Ports) in Kombination mit zwei typischen technischen Erweiterungsanschlüssen und liefert damit technische Referenzen für die praktische Netzwerkerweiterung. (Die folgenden Szenarien verwenden Dual-Fiber-Dienste als Beispiele.)

Erweiterungsflächen

  1. Im Link ist kein EDFA eingesetzt.
  2. Verbindungsdistanz ≤ 40 km
  3. Erweiterungskanäle ≤ 16CH (Dual-Fiber-System) oder 8CH (Single-Fiber-System)

FiberWDM O-Band 16CH MUX DEMUX with EXP Port

( FiberWDM O-Band 16CH MUX DEMUX mit EXP-Port)

Szenario 1: Erweiterung der O-Band-Dienste auf C-Band-WDM mit unabhängigem 1310-nm-Port

Expanding O-Band Services on C-Band WDM with Independent 1310nm Port

Topologische Struktur und technisches Prinzip

Dieses Szenario gilt für bestehende C-Band-WDM-Geräte (z. B. 40-Kanal-DWDM-Multiplexer/Demultiplexer), die über einen unabhängigen 1310-nm-Port (1310 ± 50 nm) verfügen. O-Band-Geräte (z. B. 16-Kanal-O-Band-DWDM-Multiplexer/Demultiplexer) werden mithilfe dieses Ports schnell angebunden; der Verbindungsmodus ist in der obigen Abbildung dargestellt.
  • Bereitstellungsverbindung: Setzen Sie an jedem Endstandort ein O-Band-WDM-Gerät ein, das im selben Rack wie das vorhandene C-Band-WDM-Gerät installiert wird, um Platz im Technikraum zu sparen. Verbinden Sie den LINE-Port des O-Band-WDM-Geräts direkt über Dual-Core-Glasfasern mit dem 1310-nm-Port des C-Band-WDM-Geräts. Dadurch sind keine zusätzlichen Multiplex-/Demultiplex-Komponenten, kein Betrieb mit vorhandener C-Band-Ausrüstung und keine Serviceunterbrechung erforderlich, was eine schnelle Bereitstellung ermöglicht.
  • Servicezugriff: Um eine reibungslose Erweiterung der Netzwerkkapazität zu erreichen, greifen Sie auf den QSFP28 100G O-Band Transceiver mit der gleichen Wellenlänge auf den entsprechenden Kanalport des O-Band WDM-Geräts zu.
  • Schlüsseltechnologien: Der 1310-nm-Port unterstützt nativ O-Band-Dienste und ermöglicht so eine reibungslose Erweiterung ohne zusätzliche optisch-elektrische Wandlung, wodurch bestehende Investitionen geschützt werden. Er unterstützt repeaterlose Übertragung über Entfernungen von 1 bis 40 km und eignet sich daher für mittlere und kurze Distanzen, beispielsweise in Campusnetzwerken. C-Band- und O-Band-Dienste sind durch unterschiedliche Wellenlängenbereiche physikalisch voneinander getrennt, sodass keine gegenseitigen Störungen auftreten und die Dienststabilität gewährleistet ist.

  • Lösungseigenschaften: Hervorragende Kompatibilität, starke Nutzung bestehender Systeme, stabile Übertragung, effiziente Bereitstellung, niedrige Kosten und keine Serviceunterbrechung.

Dual-fiber application diagram, independent 1310 port (Anwendungsdiagramm für Dual-Fiber, unabhängiger 1310-Anschluss zur Erweiterung)

Single-fiber application diagram, independent 1310 port (Anwendungsdiagramm für Einzelfaser, unabhängiger 1310-Anschluss zur Erweiterung)

Szenario 2: Erweiterung der O-Band-Dienste auf C-Band-WDM ohne unabhängigen 1310-nm-Port

Expanding O-Band Services on C-Band WDM Without Independent 1310nm Port

Topologische Struktur und technisches Prinzip

Dieses Szenario gilt für bestehende C-Band-WDM-Geräte (z. B. 40-Kanal-DWDM-Multiplexer/Demultiplexer), die nicht über einen separaten 1310-nm-Port verfügen. Die ursprünglichen C-Band-Dienste werden über den EXP-Port des O-Band-WDM-Geräts übertragen, um Erweiterung und gleichzeitige Übertragung über dieselbe Faser zu ermöglichen. Dieses Szenario erfordert geringfügige optische Jumper-Arbeiten am C-Band-WDM-Gerät und eine kurzzeitige Dienstunterbrechung. Der spezifische Verbindungsmodus ist in der obigen Abbildung dargestellt.
  • Bereitstellungsverbindung: Installieren Sie an jedem Endstandort ein O-Band-WDM-Gerät im selben Rack wie das vorhandene C-Band-WDM-Gerät. Die bestehenden Dienste müssen in diesem Zeitraum unterbrochen werden. Verbinden Sie dazu das zweiadrige Hauptkabel vom LINE-Port des C-Band-Geräts mit dem LINE-Port des O-Band-Geräts. Die ursprünglichen C-Band-Dienste werden wiederhergestellt, indem der LINE-Port des C-Band-Geräts über zweiadrige Glasfasern mit dem EXP-Port des O-Band-Geräts verbunden wird.
  • Servicezugriff: Um eine reibungslose Kapazitätserweiterung zu erreichen, greifen Sie auf den QSFP28 100G O-Band Transceiver mit der gleichen Wellenlänge auf den entsprechenden Kanalport des O-Band WDM-Geräts zu.
  • Schlüsseltechnologien: Die integrierte 1310-nm-Komponente ermöglicht eine reibungslose Erweiterung des O-Band-Dienstes ohne zusätzliche optisch-elektrische Wandlung und schützt so bestehende Investitionen. Sie unterstützt repeaterlose Übertragung über Entfernungen von 1 bis 40 km und eignet sich daher für mittlere und kurze Distanzen, beispielsweise in Campusnetzwerken. C-Band- und O-Band-Dienste sind durch unterschiedliche Wellenlängenbereiche physikalisch voneinander getrennt, wodurch gegenseitige Störungen vermieden und die Dienststabilität gewährleistet wird.

  • Lösungseigenschaften: Hohe Vielseitigkeit, kontrollierbare Kosten, flexible Erweiterungsmöglichkeiten, Stabilität und Zuverlässigkeit sowie geringe Ausfallzeiten.

Dual-fiber application diagram, EXP port achieves expansion (Anwendungsdiagramm für Dual-Fiber-Technologie, EXP-Anschluss zur Erweiterung)

Single-fiber application diagram, expansion achieved through EXP port

(Anwendungsdiagramm für Einzelfaser, Erweiterung erfolgt über EXP-Anschluss)

Technischer Vergleich

Erweiterungslösung mit 1310-nm-Port Erweiterungslösung ohne 1310-nm-Port
Abhängige Bedingungen Erfordert, dass vorhandene C-Band-Geräte mit einem unabhängigen 1310-nm-Anschluss ausgestattet sind. Keine spezielle Portabhängigkeit, kompatibel mit Standard-C-Band-Geräten
Bereitstellungskomplexität Niedrig, erfordert lediglich ein Andocken zwischen dem 1310-nm-Port und O-Band-Geräten Niedrig, erfordert nur geringfügige Eingriffe und eine Änderung des ursprünglichen Glasfaserverbindungsmodus
Servicekompatibilität Kompatibel mit den ursprünglichen C-Band-Diensten, fügt O-Band-Dienste hinzu, keine Unterbrechung Kompatibel mit den ursprünglichen C-Band-Diensten, fügt O-Band-Dienste hinzu, kurzfristige Unterbrechung
Übertragungsdistanz 1–40 km (ohne Repeater) 1–40 km (ohne Repeater)
Kosten Relativ niedrig, keine zusätzlichen Komponenten erforderlich Niedrig, daher ist die Zugabe von 1310-nm-Komponenten erforderlich.
Anwendbare Szenarien Szenarien, in denen bestehendes WDM über einen unabhängigen 1310-nm-Port verfügt und eine schnelle Erweiterung erfordert Szenarien, in denen bestehende WDM-Systeme keinen unabhängigen 1310-nm-Port besitzen und Geräteflexibilität angestrebt wird

Bestellinformationen

Produktmodell Parameterspezifikation
ODMD16-1U01-31-E DWDM-Multiplexer/Demultiplexer mit 16 Kanälen (1295,56/1296,68/1297,80/1298,93/1300,05/1301,18/1302,31/1303,45/1304,58/1305,72/1306,85/1308,00/1309,14/1310,28/1311,43/1312,58 nm), Dualfaser, LC/UPC, EXP-Port, 1 HE Rack
ODMD16-1U01-1310 DWDM-Multiplexer/Demultiplexer mit 16 Kanälen (1295,56/1296,68/1297,80/1298,93/1300,05/1301,18/1302,31/1303,45/1304,58/1305,72/1306,85/1308,00/1309,14/1310,28/1311,43/1312,58 nm), Dualfaser, LC/UPC, 1 HE Rack
1U02-2LGX 19-Zoll-1HE-Rack mit 2 Steckplätzen für LGX-Einschubboxen, 440 x 230 x 44 mm
OMD16-LGX01-1310A O-Band DWDM MUX DEMUX 8CH 16-Wellenlängen RX (1295,56/1296,68/1297,80/1298,93/1300,05/1301,18/1302,31/1303,45 nm)
TX (1304,58/1305,72/1306,85/1308,00/1309,14/1310,28/1311,43/1312,58 nm), Einzelfaser, LC/UPC, LGX-Box, Seite A
ODD16-LGX01-1310B O-Band DWDM MUX DEMUX 8CH 16-Wellenlängen RX (1304,58/1305,72/1306,85/1308,00/1309,14/1310,28/1311,43/1312,58 nm)
TX (1295,56/1296,68/1297,80/1298,93/1300,05/1301,18/1302,31/1303,45 nm), Einzelfaser, LC/UPC, LGX-Box, Seite B
ODMD8-LGX01-1310L DWDM MUX DEMUX 8CH (1295,56/1296,68/1297,80/1298,93/1300,05/1301,18/1302,31/1303,45 nm), Dualfaser, LC/UPC, LGX Box
ODMD8-LGX01-1310H DWDM-Multiplexer/Demultiplexer 8-Kanal (1304,58/1305,72/1306,85/1308,00/1309,14/1310,28/1311,43/1312,58 nm), Dualfaser, LC/UPC, LGX-Box
OMD8-1U01-1310A DWDM MUX DEMUX 4CH 8-Wellenlängen RX (1304,58/1306,85/1309,14/1311,43 nm)
TX (1305,72/1308,00/1310,28/1312,58 nm), Einzelfaser, LC/UPC, 1 HE Rackseite A
ODD8-1U01-1310B DWDM MUX DEMUX 4CH 8-Wellenlängen RX (1305,72/1308,00/1310,28/1312,58 nm)
TX (1304,58/1306,85/1309,14/1311,43 nm), Einzelfaser, LC/UPC, 1 HE Rackseite B
ODMD4-LGX01-1310L DWDM MUX DEMUX 4CH (1295,56/1300,05/1303,58/1309,14), Dual Fiber, LC/UPC, LGX Box
RQ-100GDO10-XXX 100G QSFP28 O-Band DWDM 10KM SM LC DDM
RQ-100GDO25-XXX 100G QSFP28 O-Band DWDM 25KM SM LC DDM
RQ-100GDO40-XXX 100G QSFP28 O-Band DWDM 40KM SM LC DDM
RQ-100GDO60-XXX

100G QSFP28 O-Band DWDM 60KM SM LC DDM (Integrierte SOA)

Abschluss

Beide oben genannten Erweiterungsszenarien basieren auf der passiven DWDM-Technologie mit O- und C-Band-Koübertragung über dieselbe Faser. Der Hauptvorteil besteht darin, dass eine reibungslose Erweiterung der Netzwerkkapazität ohne zusätzliche Backbone-Glasfasern und mit einfacher Implementierung möglich ist. Dies macht die Erweiterung zu einem kostengünstigen und hocheffizienten Weg. In der Praxis sollte die optimale Erweiterungslösung flexibel unter Berücksichtigung des Status der vorhandenen Netzwerkausrüstung, der neuen Serviceanforderungen, der Übertragungsdistanz und des Kostenbudgets ausgewählt werden, um die Netzwerkkapazitätserweiterung und den Investitionsnutzen zu maximieren.

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